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Autor Thread - Seiten: [ 1 ] > 2 < [ 3 ]
010
06.03.2008, 11:09 Uhr
~testo
Gast


Danke erstmal für eure Antworten!
Also ich bin jetzt leider verunsichert was unser Thema angeht...

Ich wollte jetzt sowas anstellen mit einer übersichtlichen 3 spalten-tabelle:

Programmiersprachen/API's/Frameworks || Erfahrung || Gebiet

C++ || 3 Jahre || GUI Programmierung (Qt), Numerische Algorithmen,
Python || 2 Jahre || Skripte zur Entwicklungsunterstützung, GUI's (Tkinter), Datenextraktionsskripte
...

Findet ihr das ungünstig?

Ich meine ich kann mir überhaupt nichts unter gut oder sehr gut vorstellen...und einfach jetzt an den schlüsselpositionen überall sehr gut hinzuschreiben finde ich auch etwas übertrieben....wenn gerade C/C++, Skripting gefordert ist ....ich würde mich trotzdem hüten bei C++ sehr gut hinzuschreiben. Jemand der sowas sagt lügt doch. Die Sprache ist so gewaltig....

Evtl. könnte man noch so gliedern:

Programmiersprachen/API's/Frameworks || Syntax || Konzepte (OO) || Erfahrung
C++ || sehr gut || mäßig-gut || 3 Jahre

??

Für weitere Anregungen bin ich sehr offen
 
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011
06.03.2008, 11:14 Uhr
ao

(Operator)



Zitat von Windalf:

Auf die Schnauze fliegen kann man gar nicht. Entweder bekommt man den Job oder man hat den sowieso nicht...

Ich denke schon, dass man auf die Schnauze fliegen kann. Wer zu fett aufträgt, ist unglaubwürdig - niemand kann alles, und wer das von sich behauptet, der lügt.

Gibts eigentlich Statistiken darüber, aus welchen Gründen Bewerber abgelehnt werden (die wahren Gründe, nicht der, der in der Absage genannt wird)? An welcher Stelle steht "extreme Überschätzung der eigenen Fähigkeiten" oder "offensichtlich unwahre Angaben"?

Zitat:
So richtig tiefgehend können die sowieso nicht herausbekommen was du kannst und was nicht. Das sehen die erst wenn du für die arbeitest.

Das heißt aber nicht, dass sie jede Aufschneiderei blind glauben. Und wenn du Erwartungen weckst, die du nicht erfüllen kannst, dann gehst du ziemlich bald wieder - in der Probezeit braucht man keinen Kündigungsgrund.

Dieser Post wurde am 06.03.2008 um 12:50 Uhr von ao editiert.
 
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012
06.03.2008, 11:35 Uhr
ao

(Operator)



Zitat von ~testo:
Findet ihr das ungünstig?

Ja, weil der Leser erst mal drüber nachdenken muss, wie die Tabelle gegliedert ist und was sie eigentlich aussagt (und was nicht). Eine schriftliche Bewerbung ist gut, wenn sie auf einen Blick das liefert, was der Personaler bzw. der Fachvorgesetzte wissen will. Tut sie das nicht, wird derjenige keinen zweiten Blick verschwenden.

Wie wärs denn so:

Tätigkeiten und Erfahrungen:
* Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Soundso, 2005 - 2007, Entwicklung von Modulen zur statistischen Signalanalyse in Java
* Praxissemester bei der Firma XYZ & Co., 2007, Entwicklung einer Steuerungssoftware für geregelte Garagentorantriebe, in C, auf Motorola 68HC11-Mikrocontrollern

Tiefgehende Kenntnisse in:
* C, C++, Java
* OO-Design Vorsicht: Tiefgehende OO-Design-Erfahrung haben Absolventen üblicherweise nicht! Das können sich gestandene Entwickler ab 5 Jahren Berufspraxis ins Zeugnis schreiben. Wenn du das für dich in Anspruch nimmst: Unbedingt belegen!
* Systemprogrammierung auf Windows (WinAPI)
* GUI-Entwicklung mit Qt
* Motorola 68HC11

Grundkenntnisse in:
* TCP/IP-Netze - Administration und Socket-Programmierung
* C#, .NET-Framework
 
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013
06.03.2008, 13:43 Uhr
~testo
Gast


Danke ao für deine Hilfe.


Zitat:
Tiefgehende Kenntnisse


naja....was bezeichnest du als tiefgehende kenntnisse? Also ist das etwas was du regelmässig gemacht hat oder nur ein wenig mehr als grundkenntnissse?

Und unter "Tätigkeiten und Erfahrungen:" - würdest du da z.B. auch Universitätsprojekte reinnehmen? Oder Universitätspraktika? Schließlich kann ich nicht viel nebenher aufweisen - habe ja schließlich full-time studiert....
 
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014
06.03.2008, 15:25 Uhr
ao

(Operator)


Tiefgehende Kenntnisse hast du (hoffentlich!) in den Gebieten, die Bestandteil deiner Diplomarbeit waren. Oder in dem, was du im Industriepraktikum gemacht hast (man sollte im eigenen Interesse darauf achten, dass man da nicht nur Kaffee kocht und im Internet surft).

Hattest du nie einen Hiwi-Job am Institut? Oder hast in irgendeiner Firma gearbeitet, ein paar Stunden nebem dem Studium oder in den Semesterferien?

Was auch immer für Kenntnisse gut ist: Wenn du aus Interesse oder Spaß an der Freude Programme entwickelt hast. Auch wenn die nie veröffentlicht wurden, die Erfahrungen daraus können wichtig sein. Du solltest nur, wenn du gefragt wirst, darüber berichten können.

Was meinst du mit "Uni-Projekte" oder "Uni-Praktika"? Lehrveranstaltungen, die du machen musstest als Teil der Diplomprüfung? Das zählt nicht. Was man da lernt, fällt bestenfalls unter "Grundkenntnisse", aber nur, wenn man die Übungsaufgaben selbständig bearbeitet und den Schein aus eigener Kraft bestanden hat.

Oder hast du als Hiwi gearbeitet und bei der Durchführung der Praktika geholfen, Versuche betreut oder sowas? Das geht klar unter "Erfahrungen".

Full-time studiert zu haben ist keine Schande - wenn die Studiendauer angemessen kurz ist. Aber wer einige Semester drüber ist, der sollte schon Auskunft geben können, was er in der Zeit gemacht hat ...
 
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015
06.03.2008, 20:10 Uhr
Windalf
Der wo fast so viele Posts wie FloSoft...
(Operator)



Zitat:

Gibts eigentlich Statistiken darüber, aus welchen Gründen Bewerber abgelehnt werden (die wahren Gründe, nicht der, der in der Absage genannt wird)? An welcher Stelle steht "extreme Überschätzung der eigenen Fähigkeiten" oder "offensichtlich unwahre Angaben"?


Wohl eher nicht und wenn ist die falsch. Ein Unternehmen kann gar nich so dämlich sein "wahre Gründe" zu sammeln. Das macht spätestens nach Verabschiedung des AGGs keiner mehr aber auch schon vorher war das ein großes Risiko....


Zitat:

Ich denke schon, dass man auf die Schnauze fliegen kann. Wer zu fett aufträgt, ist unglaubwürdig - niemand kann alles, und wer das von sich behauptet, der lügt.


Die Tendenz bei "Informatikern und Ingenieuren" ist eher das die untertreiben. Bei den BWLern mag das stimmen aber die Infs und Ings stellen sich meist einfach zu dämlich an und verkaufen sich unter wert....


Zitat:

Das heißt aber nicht, dass sie jede Aufschneiderei blind glauben. Und wenn du Erwartungen weckst, die du nicht erfüllen kannst, dann gehst du ziemlich bald wieder - in der Probezeit braucht man keinen Kündigungsgrund.


Nein aber mit er entsprechenden Vorbereitung kommt man locker durch jedes Bewerbungsgespräch. Es zählen dann am Ende weniger skills sondern mehr zwischenmenschliche Dinge ob man den Job bekommt oder nicht...

Das Problem mit der Probezeit hat nur jemand der sich aus einem sicheren Job heraus bewirbt. Wer eh arbeitslos ist bekommt so wenigstens ein paar bezahlte Wochen wenn es nicht klappt. Dämlich wer die nicht mitnimmt. Das Arbeitsrecht in Deutschland ist sowas von pro Arbeitnehmer und gegen Arbeitgeber, dass man das als Arbeitnehmer gut ausnutzen kann...
--
...fleißig wie zwei Weißbrote
 
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016
07.03.2008, 11:09 Uhr
~testo
Gast



Zitat:
Tiefgehende Kenntnisse hast du (hoffentlich!) in den Gebieten, die Bestandteil deiner Diplomarbeit waren.


Also ich hab beispielsweise ein numerisches Programm in C++ geschrieben was parallel auf jedem beliebigen Cluster arbeitet (~10k LOC). Der Abschluss war ein voller Erfolg. Aber wie gesagt: Ich würde mich hüten anzugeben dass ich in C++ tiefgehende Kenntnisse habe.

Mit "Uni-Praktika" oder "Uni-Projekte" meine ich genau die Dinge die man braucht um zum Diplom zugelassen zu werden, also zu den Endprüfungen. Ich hab halt immer geschaut möglichst viel mit "reiner" programmierung in Kontakt zu kommen. Ich meine z.B. wenn ich einfach nur angebe dass ich etwas C programmieren kann aber dann nicht sage dass ich z.B. in einem Uni-Praktikum Unix-Kernel-Programmierung gemacht habe, oder z.B. in einem Semesterprojekt eine graphische Oberfläche mit C++/Qt zusammengezimmert habe dann kann ich so wohl nicht viel vorweisen. Außerdem fällt die Diplomarbeit ja auch unter den Bereich was zum Diplom notwendig ist.
Industriepraktika gibt es bei uns keine. Habe aber als Werkstudent Skripte-Programmiert, bei 2 Firmen....das könnt ich halt angeben....


Zitat:
Nein aber mit er entsprechenden Vorbereitung kommt man locker durch jedes Bewerbungsgespräch. Es zählen dann am Ende weniger skills sondern mehr zwischenmenschliche Dinge ob man den Job bekommt oder nicht...

hmm....dann könnte man ja so vorgehen: Die stelle ist ausgeschrieben auf jemanden der sich gut mit Datenbanken (von mir aus Oracle/SQL) auskennt. Ein Informatiker bewirbt sich uns schreibt das er beides tiefgehend beherrscht obwohl er es noch nie gemacht hat. DB-Vorlesung besucht hat er vielleicht aber das sagt ja gar nichts. Er bereitet sich in 4 Wochen intensiv auf gespräch vor, lernt die basics was SQL angeht und bekommt den Job. So könnte man ja für JEDEN nur erdenklichen Job rangehen. Aber du sagst schon zurecht:

Zitat:
bekommt so wenigstens ein paar bezahlte Wochen wenn es nicht klappt


Die Frage ist nur wie sich das im Lebenslauf dann irgendwann mal macht. Wenn da z.B. 2mal ein Job steht der nur 2-5 Monate gemacht wurde. Die Frage ist dann seitens personaler wohl immer: "Warum haben sie aufgehört". Entweder man lügt und sagt "war nicht das richtige" - aber definitiv zeigt man dass man Job-Hopper ist....
 
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017
07.03.2008, 11:24 Uhr
Windalf
Der wo fast so viele Posts wie FloSoft...
(Operator)



Zitat:

Die Frage ist nur wie sich das im Lebenslauf dann irgendwann mal macht. Wenn da z.B. 2mal ein Job steht der nur 2-5 Monate gemacht wurde. Die Frage ist dann seitens personaler wohl immer: "Warum haben sie aufgehört". Entweder man lügt und sagt "war nicht das richtige" - aber definitiv zeigt man dass man Job-Hopper ist....


Es ist immer eine Frage der Alternative. Wenn die Alternative ist sonst arbeitslos zu sein dann kann man den "kurzen" Job ja auch einfach weglassen wenn man den nicht erwähnen will... Sonst wäre da ja auch ein Lücke...


Zitat:

hmm....dann könnte man ja so vorgehen: Die stelle ist ausgeschrieben auf jemanden der sich gut mit Datenbanken (von mir aus Oracle/SQL) auskennt. Ein Informatiker bewirbt sich uns schreibt das er beides tiefgehend beherrscht obwohl er es noch nie gemacht hat. DB-Vorlesung besucht hat er vielleicht aber das sagt ja gar nichts. Er bereitet sich in 4 Wochen intensiv auf gespräch vor, lernt die basics was SQL angeht und bekommt den Job. So könnte man ja für JEDEN nur erdenklichen Job rangehen. Aber du sagst schon zurecht:


Es mag Bereiche in der Praxis geben, bei denen man sowieso keine Chance hat. Wenn die nen Projektleiter suchen und man war noch nichtmal Projektmitarbeiter kann man sich das natürlich kneifen. Wenn man aber prinzipiell in der Lage ist etwas zu machen und es fehlt nur ein wenig an "Wissen" dann bekommt man das mit 4 Wochen Vorbereitung alle Male auf die Pfanne.

Vermutlich ist man dann deutlich besser als die anderen Familienväter und Mütter im Betrieb, die den Hammer nach 8 Stunden fallen lassen...

Es gibt ausnahmen aber im Allgemeinen gilt in der Praxis wird es nicht so heiß gegessen wie gekocht. Die Anforderungen an der Uni sind oft deutlich höher. Wenn man so effizient und effektiv arbeitet wie man es an der Uni gewohnt ist, dann schlägt man in den Arbeitsergebnissen den durchschnittlichen Arbeitnehmer um längen...
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...fleißig wie zwei Weißbrote
 
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018
07.03.2008, 11:47 Uhr
Pler
Einer von Vielen
(Operator)


@Windalf:
Genau. Und man muß auch beachten, daß in den Stellenauschreibungen meist auch sehr übertrieben wird.
Der muß alles können und wir sind übrigens Markführer daundadrin und setzen nur die besten und modernsten Sachen ein und bla bla bla.
 
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019
07.03.2008, 13:42 Uhr
Windalf
Der wo fast so viele Posts wie FloSoft...
(Operator)



Zitat:

Der muß alles können und wir sind übrigens Markführer daundadrin und setzen nur die besten und modernsten Sachen ein und bla bla bla.


Eben die Stellenausschreibung selbst ist ja meist schon die Lüge schlechthin. Da wird auch immer mehr versprochen als gehalten wird und das die in 99% aller Fälle nicht die Eierlegende Wollmilchsau auf dem Arbeitsmarkt finden werden, die dann auch noch zu dem gewünschten Preis bei dem Arbeitgeber anfangen will ist denen auch klar...
--
...fleißig wie zwei Weißbrote
 
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