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000
07.04.2009, 12:45 Uhr
~Justin Sayne
Gast


Hallo,

ich stehe nun hoffentlich ein Semester vor meinem Bachelorabschluss und mache mir so langsam Gedanken darüber, wie es dann nach dem Master weitergehen soll. Zu diesem Zweck würde ich mir gerne ein paar Erfahrungen einholen. Was ich mir schon überlegt habe, ist, während dem Master schon ein bisschen nebenher als Bachelor zu arbeiten und ein paar Erfahrungen zu sammeln, nur weiß ich nicht, ob ich das zeitlich hinbekomme, denn es ist schon sehr viel zu tun und Ferien hat man durch diverse Klausuren/Praktika auch nicht mehr.
Allerdings habe ich noch keine Ahnung, wie man dann einen guten Einstieg ins Berufsleben findet, denn wenn ich mir so die Jobangebote angucke, die über unsere Uni veröffentlicht werden, dann fühle ich mich noch in 80% der Fälle unfähig und dann werden ja auch immer Leute mit viel Erfahrung gesucht und ich frage mich, wo man seinen Anfang findet.
Ein weiterer Punkt ist das Selbstständig Machen. Das könnte in der Tat noch etwas zu früh sein, sich darüber Gedanken zu machen und ich glaube auch, dass das mit einer Menge organisatorischer Arbeit verbunden ist. Nichts desto trotz würde ich mir das zumindest im Hinterkopf behalten.
Erzählt einfach mal, wie es euch gegangen ist oder was man unbedingt beachten sollte
 
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001
07.04.2009, 13:19 Uhr
okraits



An unserer Hochschule macht die Mehrheit der Bachelor-Absolventen (ist der erste Bachelor-Jahrgang, wurden jetzt gerade fertig) noch den Master. Selbst von uns Diplom-Studenten (wir sind der letzte Jahrgang auf Diplom, wurden jetzt gerade fertig) haben ein paar den Master angefangen, weil die Lage auf dem Arbeitsmarkt momentan nicht gut ist. Ich hab zum Glück meine Stelle.
Ich denke halt, daß man momentan mit Bachelor am Ende der Nahrungskette ist, weil Diplom und Master halt doch ein wenig höher (vor allem Master) einzustufen sind.
Die Selbständigkeit wäre mir persönlich zu riskant, aber das muß jeder für sich entscheiden, das ist auch Typsache.
Gegen die Sache mit der "Unfähigkeit" hilft nur das ständige Weiterbilden. An der Hochschule schnupperst Du nur in ein paar Themengebiete rein und bekommst eine Einführung in ingenieurmäßiges Arbeiten. Den Großteil Deines Wissens und Könnens mußt Du aus anderen Quellen beziehen - Bücher, eigene Projekte, Praktika, usw.
--
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002
07.04.2009, 15:15 Uhr
Pler
Einer von Vielen
(Operator)


Also nach einem Diplom noch einen Master dranzuhängen, im gleichen Fach(!), halte ich erst mal für sehr fragwürdig. Naja, vielleicht kann man ja "andere Schwerpunkte" setzen.

Ach nochwas:
Hast Du Dich schon mal irgendwo beworben? Die Stellenausschreibungen sind meist maßlos übertrieben. Teilweise angeblich, damit die nicht 1000 Bewerbungen bekommen. Ich denke, es ist vor allem deswegen, dass man von außen sieht, was die ja für komplizierte Sachen machen und ja nur die Besten ihren Anforderungen genügen...

Ich kenne zum Beispiel jmd. der hat sich als Fachinformatiker erfolgreich auf eine Stelle beworben für die angeblich ein Hochschulabschluss in Informatik notwendig ist. Und am Ende brauchte man den Fachinformatikerabschluss auch nur, um einen PC bedienen zu können.

Ein Beispiel für eine Werksstudentenstelle, die ich letztens mal gesehen haben. Ausgeschrieben als Oracle-Experte, Datenbankadministration und was weiß ich. Erfahrung und bla bla. Auf der Homepage der Firma wurde das "Projekt" dann etwas genauer beschrieben. Werte aus Tabelle (Papier) in eine bestehende Datenbank übertragen...

Dieser Post wurde am 07.04.2009 um 15:21 Uhr von Pler editiert.
 
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003
07.04.2009, 15:59 Uhr
okraits



Wie gesagt, ein Teil meiner Kommilitonen, die jetzt mit dem Master angefangen haben, macht das eher provisorisch, um die Zeit nicht zu verschwenden, die sie jetzt brauchen, bis sie (hoffentlich) eine Festanstellung kriegen. Ich persönlich würde auf mein Diplom auch keinen Master mehr draufsetzen.

Ich glaube, daß ich die Stellen, die Du beschrieben hast, nicht wollen würde

Ich denke, daß normalerweise natürlich gewisse, nicht unerhebliche Anforderungen an einen Studierten gestellt werden, an denen man aber auch wächst und die man wohl auch nicht gleich vom ersten Tag an komplett erfüllen muß.
--
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004
07.04.2009, 16:01 Uhr
ao

(Operator)


Master nach Diplom: Eigentlich ist man nach dem Diplom (TH) mit dem Studieren fertig, und der logisch nächste Schritt wäre eine Promotion. Einen Master aus Verlegenheit nachzuschieben ist verschwendete Zeit. Auch zu einem Aufbaustudium (Wi-Inf oder so) würde ich nur Leuten raten, die in der Richtung tatsächlich arbeiten wollen, alle anderen werden dadurch nur älter und teurer und vergessen das Wissen aus dem Erststudium.

Also nach dem Abschluss: Bewerben, was das Zeug hält, und einen Einsteigerjob finden. Oder promovieren. Oder Lehrer werden. Aber kein Parkstudium mehr, das hält nur ab von Wichtigerem.

Stellenanzeigen: Dass du nur einen kleinen Teil der Anforderungen erfüllst, ist normal. Liegt zum einen daran, dass in Ausschreibungen nach praktischen Erfahrungen gefragt wird, die ein frischgebackener Absolvent natürlich nicht oder nur in kleinem Umfang hat.

Zum anderen an nachlässig formulierten Texten - Anzeigen für Absolventen sind nun mal Massenware.

Zum dritten ist das internes Gerangel um Wichtigkeit (ein Abteilungsleiter, der eine Stelle ausschreibt mit "ich brauch einfach nur einen, der die ganz normale Arbeit macht", kriegt Rückfragen von der Personalabteilung, was denn die zehn Leute tun, die er schon hat).

Und zum vierten gehört es durchaus zum Plan, dir aufzulisten, was du alles können MÜSSTEST, denn das beeinflusst dein Selbstvertrauen, und damit korreliert deine Gehaltsforderung.

Selbständigkeit: Das ist ganz sicher noch zu früh, es sei denn, du hast das als Student schon erfolgreich (!) gemacht und verfügst über Ideen, Erfahrungen und Kontakte.

Dieser Post wurde am 07.04.2009 um 16:02 Uhr von ao editiert.
 
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005
07.04.2009, 16:22 Uhr
ao

(Operator)



Zitat von okraits:
Wie gesagt, ein Teil meiner Kommilitonen, die jetzt mit dem Master angefangen haben, macht das eher provisorisch, um die Zeit nicht zu verschwenden, die sie jetzt brauchen, bis sie (hoffentlich) eine Festanstellung kriegen.

Wenn die meinen, neben der Bewerberei noch Zeit für ein (ernsthaft betriebenes) Masterstudium zu haben, dann ist mir jetzt klar, warum die noch keine Jobs haben.

Für ein gutes Bewerbungsschreiben (inhaltlich treffend, kurz und bündig, sauber formatiert, fehlerfrei und mit vollständigen Anlagen) kann man locker einen ganzen Tag brauchen, für ein Vorstellungsgespräch inklusive Vorbereitung genauso, und wenn man dafür reisen muss, auch gut und gerne zwei.

Die Zeit, die dann noch bleibt, verbringt man besser mit dem Erwerben / Vertiefen von praktischen Kenntnissen (als Programmierer hat man da ja ziemlich freie Auswahl) oder mit irgendeiner Tätigkeit, die ein paar Euro einbringt.
 
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006
07.04.2009, 18:15 Uhr
okraits



Das ist durchaus richtig, daß das Bewerben zeitintensiv ist, aber was ich von meinen Kommilitonen so mitgekriegt habe, liegt das Problem momentan hauptsächlich an einem generellen Mangel an Stellenangeboten - es stellen anscheinend nicht wirklich viele Firmen Leute ein. Die Zeit fürs Bewerben wäre da, da man mit Diplom weniger Scheine für den Master braucht als mit Bachelor und man somit weniger Vorlesungen hat. Und es hat ja keiner gesagt, daß sie nicht nebenbei arbeiten.
--
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007
07.04.2009, 20:05 Uhr
Pler
Einer von Vielen
(Operator)


Notfalls darf man auch bei einer Zeitarbeitsfirma anfangen. Manche davon sind besser als ihr Ruf. Und wer jetzt alles auf die schlechte Lage schiebt, weiß dann wenigstens gleich wo er sich bewerben kann, wenns wieder besser wird.
 
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008
12.04.2009, 09:36 Uhr
mike
Pinguinhüpfer
(Operator)


Hmm. Kennen die Firmen bei euch den Bak überhaupt? Hier im Ösiland erntet man teilweise schräge Blicke weil die Leute das gar net kennen :-S
--
 
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009
12.04.2009, 13:10 Uhr
Windalf
Der wo fast so viele Posts wie FloSoft...
(Operator)



Zitat:

Also nach dem Abschluss: Bewerben, was das Zeug hält, und einen Einsteigerjob finden. Oder promovieren. Oder Lehrer werden. Aber kein Parkstudium mehr, das hält nur ab von Wichtigerem.


Hmm also Parkstudium fand ich ne feine Sache. Lag aber daran, dass ich mehr Zeit auf Freizeit als aufs Studium gepackt habe. Hat sich am Ende für mich finanziell auch gelohnt (ca. 20% mehr Fix Brutto) aber auch nur weil ich mit dem Abschluss winken konnte....


Zitat:

Zum dritten ist das internes Gerangel um Wichtigkeit (ein Abteilungsleiter, der eine Stelle ausschreibt mit "ich brauch einfach nur einen, der die ganz normale Arbeit macht", kriegt Rückfragen von der Personalabteilung, was denn die zehn Leute tun, die er schon hat).


Die sind schon über 40 und trinken nur noch Kaffee, machen aber keine Arbeit weg, wäre in vielen Fällen wohl die richtige Antwort
--
...fleißig wie zwei Weißbrote
 
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